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Unterrichten unter Palmen :)

Alle, Schüler wie Kollegen, begegneten mir von Anfang an freundlich und zugewandt. Und doch war mir zunächst vieles fremd und ungewohnt. Deswegen habe ich der Schule und mir – zu Recht – drei Wochen Zeit gegeben, bevor ich schreibe. Ein Zeitraum, in dem ich das erste Mal echtes Heimweh bekam. Und zwar, als – wer sollte es glauben – in Hamburg die Schule wieder begann… (auch wenn es hier wunderschön ist: ASS, ich vermisse dich!!!)

Das Colegio Humboldt liegt in Interlagos (im selben Stadtteil wie die Formel-1-Rennstrecke). Die seit 1916 existierende Schule ist vor gut zehn Jahren auf dieses neue, weitläufige Gelände umgezogen und bietet hier Platz für 1300 Schöler (Gruß an die „Feuerzangenbowle“ ;)).

 

Eingangsgebäude

Schulhof mit Sportplatz

eines der drei Hauptgebäude

noch'n Schulhof - diesmal ohne Sportplatz 😉

Die Schule verfügt über ein eigenes Theater mit 400 Sitzplätzen.

Humboldt-Theater

Leider wird es nicht so stark genutzt, da es im Moment (noch) keine Theatergruppe an der Schule gibt. Auch keine wirklich nennenswerte Musikgruppe. Zwei Bereiche, die mir am Herzen liegen und die ich hier vermisse (natürlich auch die Streitschlichtung, aber dazu später). In eben diesem Theater wurden ein weiterer „Neuer“ und ich dem Schulkollegium vorgestellt, und dass ich dabei ein paar Sätze auf Portugiesisch verlor, kam gut an! Der Großteil des Kollegiums wie auch der Schüler sind Brasilianer.

Weit mehr genutzt wird die große Sporthalle. Und nebenan gibt es sogar noch eine eigene Schwimmhalle!

Sporthalle

Unterrichtsmäßig bin ich momentan überwiegend in der Oberstufe eingesetzt, da durch die recht großen Klassen dort Teilungsbedarf bestand; und so durfte/konnte/musste ich mich erst einmal wieder in Themen wie Kurvendiskussion und Vektorrechnung einarbeiten… 😉

Nach drei Wochen „läuft“ es hier schon wirklich gut. Ein Zeichen dafür ist für mich, dass im Unterricht gemeinsam gelacht werden kann… 🙂

Mit einigen Kollegen habe ich auch schon etwas zusammen unternommen, wie z. B. Fußball schauen (Deutschland – Brasilien!! – unsere Gruppe hat in der Kneipe die meiste Stimmung gemacht!! :)) oder Salsa tanzen (ohje, ich muss noch viel lernen…).

An der Schule geht alles so friedlich zu, dass hier die Einrichtung von Streitschlichtern wohl gänzlich fehl am Platz wäre, auch im Hinblick auf den kulturell etwas anderen Umgang mit Konflikten.

Aber ich bin ja gerade noch dabei anzukommen…

Fazit der ersten drei Wochen: Ich fühle mich wohl! 🙂