Angekommen

Nach vier Wochen in meiner neuen Behausung könnte man meinen, dass es nun an der Zeit wäre, mal etwas darüber zu berichten. Wer meine letzten Artikel gelesen hat, weiß, dass sich die Suche nach einer passenden Unterkunft nicht gerade einfach gestaltete. Zudem zeigt sich ja oft erst im Nachhinein, ob man die richtige Wahl getroffen hat. Doch, um es kurz zu machen: Ich habe es hier ausgesprochen gut getroffen!

Mein kleines Zwei-Zimmer-Häuschen, eigentlich mehr ein Annex, liegt auf dem Gartengrundstück einer brasilianischen Großfamilie, ganz in der Nähe der Schule. Auf dem recht großzügigen Gelände befinden sich insgesamt fünf Häuser: Die Eltern und die Familien dreier der insgesamt vier Söhne bewohnen jeweils eines, das letzte, ganz am Rand, ist an einen meiner Kollegen und seine Familie vermietet.

Und so sieht es bei mir aus:

Das ist der Küchen-/Wohnbereich von außen. Das Schlafzimmer schließt sich links an. Neben dem Palmenstamm rechts schimmert der Pool durch. 🙂
Und nun ein Blick nach innen:

offener Küchenbereich

Die leichten Spiegelungen kommen vom Fenster. In diesem Bereich gibt es zwei durchgängige Fensterfronten und im Schlafzimmer eine.

"Arbeitszimmer"

"Esszimmer"

Gleich um die Ecke liegt der schöne Pool. 🙂

Und hier merkte ich schnell, dass ich nicht nur geduldet, sondern willkommen bin. Während ich mich am Anfang recht schamhaft auf die rot-schwarzen Bänke am Rande verdrückte (man will ja, deutsch gedacht, niemanden stören oder sich aufdrängen), wurde ich schnell von der Dame des Hauses, die gerade auf einer Liege lag, aufgefordert, mir auch eine zu holen und mich dazuzulegen…

...so chillt es sich doch viel besser 🙂

Natürlich gehören zum Wohnen in einer Großfamilie, wie man sich denken kann, auch gewisse Verpflichtungen.

So bleibt es nicht aus, am gemeinsamen Churrasco teilzunehmen…

das ist Wilson, mein Vermieter 🙂

…mit den Kindern zusammen Buggy zu fahren…

(Hahaha, das war sooo lustig 😀 Wir waren zu fünft im Wohnviertel unterwegs – hier erlaubt. Diego, der am Steuer sitzt, ich auf dem Sitz daneben, das ältere Mädchen hinten stehend und die beiden kleineren Jungs rechts und links auf den Trittbrettern. Nur das ganz kleine Mädchen war nicht mit. Plötzlich kommen zwei Straßenköter, einer rechts, einer links, laut bellend an unsere Seite gelaufen, verfolgen uns und versuchen den Jungs in die Waden zu beißen. Wir haben so dermaßen gelacht 😀 Und dieselbe Runde gleich noch zweimal gedreht, weil’s so schön war.)

…oder Trampolin zu springen…

...man kann das Trampolin aber auch anders nutzen 🙂

Ziemlich viel Spaß macht es auch, auf meiner gerade gekauften Luftmatratze im Pool zu toben…

…oder einfach nur in der Hängematte „abzuhängen“…

Ich schäme mich fast noch zu berichten, dass ich von der Familie bereits zum Weihnachtsfest eingeladen bin … Und gestern zusammen mit 200 weiteren Gästen in einem feinen Hotel die Vermählung des vierten Sohns gefeiert habe…

So viel Gnade!

 

 

 

 

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